Doppeltes Gehalt

Eigentlich sollen die Gehälter des Teams, nachdem sie bis Ende Februar noch über Gruner+Jahr  liefen, ab sofort vom Firmenkonto der Impulse Medien GmbH abfließen. Dazu hatte ich in den vergangenen Wochen unendlich viele (so kam es mir zumindest vor) Formulare ausgefüllt, Krankenkassenbescheinigungen weitergereicht, Personalbögen gecheckt. Doch dann, heute morgen, die Überraschung: Unser Verlagsleiter, Ole Jendis, hatte eine Gehaltsabrechnung von Gruner+Jahr in der Post! Wie das? Er ist doch seit Mitte Januar bei der Impulse Medien GmbH angestellt. Eine Umfrage im Team ergab: Er war der einzige, zumindest meldete sich sonst keiner… Eine Nachforschung bei Gruner+Jahr ergab: Ausgetrickst, das gelte nicht, es sei eine „leere Abrechnung“. Es steht zwar was auf dem Papier, aber das wird nie angewiesen, zumindest nicht vom alten Arbeitgeber. Kann ja mal passieren. Manchmal machen sich in einem großen Apparat offenbar Dinge selbstständig. Ole Jendis nahm es mit Humor – auch wenn er sich gegen ein doppeltes Gehalt sicher nicht gewehrt hätte. Mit dem Jahresfehlbetrag von 11 Millionen Euro, den der Gruner+Jahr-Vorstand am gleichen Tag der Presse beichtete, hatte das auf jeden Fall nichts zu tun. Zumindest nicht direkt. Und dank Abendlicht konnte Gruner+Jahr (auf dem Foto rechts vom Michel) ein paar Stunden später, als ich mit einem Schiff die Elbe hinauffuhr, auch schon wieder glänzen.

Gruner-Bild

 

 

Veröffentlicht in MBO

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